Gießharz-Produkte

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Polyurethane entstehen durch die Vernetzung eines Harzes (Polyol) mit einem niedermolekularen Härter (Diisocyanat). Das Polyol und der Härter tragen reaktive Gruppen. Nach dem Vermischen reagieren die beiden Komponenten in einer Polyadditionsreaktion zu einem festen, duroplastischen Formstoff aus, dem Polyurethan.
Durch Wahl des Harzes können sehr unterschiedliche Materialeigenschaften eingestellt werden, z. B. können durch Verwendung hydrophober Polyole hydrolysestabile Polyurethane hergestellt werden. Mit Hilfe von Füllstoffen, Reaktionsbeschleunigern und weiteren Additiven kann die Formstoffeigenschaft weiter variiert werden. Bedingt durch die hohe Dichte reaktiver Gruppen in Polyol und Härter entsteht beim Vermischen eine merkliche Wärmemenge. Isocyanathärter sind empfindlich gegenüber Feuchtigkeit, insbesondere wenn keine hydrophoben Polyole verwendet werden. Durch Zugabe von Wasseradsorptionsmitteln kann die Reaktion des Härters mit Feuchtigkeit vermieden werden.
Im Gegensatz zu den Polyurethanen wird GUROFLEX aus zwei Harzkomponenten hergestellt. Die beiden Komponenten tragen reaktive Gruppen,die nach dem Vermischen zu einem chemisch vernetzten System reagieren. Es entsteht ein hochelastisches polymeres Material. Weil die Anzahl der reaktiven Gruppen bei GUROFLEX deutlich geringer ist, entsteht ein weitmaschigeres Netzwerk, wodurch die hohe Elastizität beim GUROFLEX ermöglicht wird. Durch die geringe Vernetzungs dichte erwärmt sich das Material beim Aushärten nicht.
Da bei den GUROFLEX-Komponenten die reaktiven Gruppen fest an die Polymerketten gebunden sind, findet keine Emission von reaktiven Inhalts stoffen statt. Deshalb bietet GUROFLEX hohe Arbeitssicherheit und ist im Gegensatz zu Polyurethanen kennzeichnungsfrei.